Regenerative Energien

In Zeiten wo Klima- und Umweltschutz wichtige Themen sind, entscheiden sich immer mehr Menschen für die Nutzung regenerativer Energien. Dabei bieten diese Technologien nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern schonen durch niedrigere Heizkosten auch den Geldbeutel. Um aus den vielfältigen Angeboten die richtige Variante für Sie und Ihre Bedürfnisse zu finden beraten wir Sie gern.

Solartechnik

Referenz Referenz

Unter dem Begriff Solartechnik versteht man das Nutzbarmachen der Sonnenstrahlen, mit Hilfe technischer Geräte bzw. Kollektoren. Da diese Form der Energiegewinnung tages- und jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, ist die Speicherung der gewonnenen Energie unerlässlich. Ebenso wichtig wie die Speicherung ist die Neigung und Ausrichtung der einzelnen Kollektoren, bei optimaler Auslegung und Lage der Kollektoren können so bis zu 50% Heizkosten eingespart werden. Um die in der Sonnenstrahlung enthaltenen Wärmeenergie nutzen zu können, muss diese der Strahlung zunächst durch sogenannte Sonnenkollektoren entzogen werden.


Referenz

Funktionsweise

Im Inneren eines Solarkollektors befindet sich der Solarabsorber, welcher meist aus einem oder mehreren Absorberblechen besteht. Die Aufgabe dieses Absorbers besteht lediglich darin sich unter Sonneneinstrahlung zu erwärmen. Um diesen Effekt zu unterstützen wird der Absorber zusätzlich mit einer speziellen Beschichtung versehen. Zudem sind in einem Solarkollektor mehrere Röhren angebracht, welche von "Solarflüssigkeit" durchströmt werden. Von dieser Flüssigkeit wird die Wärmeenergie des Absorbers aufgenommen und zum Wärmespeicher transportiert, im Speicher angekommen gibt die Solarflüssigkeit die Wärmeenergie an das Trink- und Heizungswasser ab.

Fördermöglichkeiten

Wärmepumpen

Wärmepumpen sind sogenannte verfahrenstechnische Energiesysteme, welche die Wärme der Umwelt von einem niedrigeren auf ein höheres Temperaturniveau anheben. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei einem Kühlschrank, nur dass die Wärme nicht nach außen sonder nach innen abgegeben wird, um beispielsweise Wohnräume zu beheizen. Als "kostenlose" Wärmequelle kann sowohl Luft als auch Erdwärme oder Wasser genutzt werden. Zwar wird durch den Verdichtungsprozess zusätzliche Energie benötigt, doch kommen von 100% Heizenergiebedarf je nach Bauart der Wärmepumpe bis zu 80% gratis aus der Natur.

Luftwärmepumpe Luftwärmepumpe

Luft als Energiequelle

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ist die flexibelste von allen, denn sie kann sowohl im als auch vor dem Haus installiert werden. Durch die platzsparende Bauweise und das außerordentlich leise Arbeitsverhalten, dürfte es nicht schwerfallen ein geeignetes Plätzchen zu finden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Luftwärmepumpen im Stande sind auch aus sibirischen -25°C Außentemperatur eine Wasservorlauftemperatur von mindestens +55°C zu erzeugen. Somit ist eine Luftwärmepumpe nicht nur zur Trinkwassererwärmung sondern auch zur Raumheizung geeignet.


Erdwärme als Energiequelle

Erdwärmepumpe Erdwärmepumpe

Um eine Sole/Wasser-Wärmepumpe zu installieren gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten, je nach Grundstücksgröße kann die Wärme durch Erdwärmekollektoren oder durch eine Erdwärmesonde aufgenommen werden.
Hierbei ist zu beachten, dass Erdwärmekollektoren viel Platz benötigen.
Als Faustformel für die Berechnung der Kollektorfläche gilt, die 1- bis 2- fache Fläche der zu beheizenden Gebäudefläche sollte zur Verfügung stehen. Um den Kollektor zusätzlich vor Frost zu schützen muss dieser unterhalb der Frostgrenze in ca. 1,20 m Tiefe verlegt werden.
Wesentlich platzsparender ist da die Bohrung für eine Erdsonde, jedoch muss das Einlassen einer solchen Sonde in Tiefen von bis zu 150 m genehmigt werden.
Trotz dessen, dass Erdwärmepumpen einen höheren Aufwand in der Installation mit sich bringen, stehen sie den Luftwärmepumpen in nichts nach und sind die meistverwendeten Modelle.


Grundwasserwärmepumpe

Grundwasser als Energiequelle

Bevor mit dem Bau einer Wasser/ Wasser-Wärmepumpe begonnen werden kann muss die Ergiebigkeit und die chemische Zusammensetzung des Grundwassers gründlich geprüft werden. Erst wenn diese beiden Kriterien für gut befunden worden kann der Bau beginnen. Um eine solche Wärmepumpe nutzen zu können müssen 2 Brunnen gebohrt oder gegraben werden. Durch den Bau dieser beiden Brunnen ist eine Wasserwärmepumpe mit sehr hohem Installationsaufwand eher die Ausnahme.


Funktionsweise

Funktionsweise

Unabhängig von der Wärmequelle und der Art der Installation funktionieren Wärmepumpen alle nach dem gleichen Prinzip.
Zunächst wird die Umgebungswärme von einem im Heizsystem befindlichen Kältemittel aufgenommen, welches durch den Wärmeeinfluss verdampft. Da die so aufgenommene Wärme nicht ausreicht um z.B. Räume zu beheizen, muss die Temperatur erhöht werden. Um dies zu erreichen wird das entstandene Gas verdichtet. Hierbei gilt je höher der Druck desto höher steigt auch die Temperatur. Um diesen Druckanstieg realisieren zu können muss für den Verdichtungsprozess zusätzliche Energie bereitgestellt werden. Meist wird für die Verdichtung ein Elektromotor verwendet.
Hat der entstehende Wärmestrom die von der Heizanlage benötigte Vorlauftemperatur erreicht fließt er in das angeschlossene Heizmedium. Dort angekommen gibt das dampfförmige Kältemittel die gewonnene Wärme an das Heizwasser ab und verflüssigt sich. Zum Schluss wird der Druck durch ein Entspannungsventil auf das Ursprungsniveau reduziert und der Kreislauf kann von neuem beginnen.


Bildquelle: https://www.buderus.de/sixcms/media.php/1156/KUP0832_BUD_Br_WP_Uebersicht_D_L8738801024.pdf

Festbrennstoff-Kessel

Eine weitere umweltbewusste, effiziente und zudem von Umwelteinflüssen wie Sonnenstrahlung, Lufttemperatur o.ä. unabhängige Variante der Wohnungs- und Trinkwasserbeheizung bilden sogenannte Festbrennstoff-Kessel. Diese arbeiten nicht mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Erdöl sondern nutzen zur Energiegewinnung den Naturbrennstoff Holz. Dieser kann in 2 verschiedenen Formen zum Einsatz kommen. Zum einen besteht die Möglichkeit den Kessel mit Stückholz zu befüllen oder das Holz als sogenannte Holzpellets bzw. Hackschnitzel zu verbrennen. So oder so bietet dieser Energieträger gleich mehrere Vorteile.
Einer der Vorteile besteht darin, dass Holz ein nachwachsender Energieträger ist und somit meist in großen Mengen zur Verfügung steht. Zudem ist es anhand modernster Vergasertechnik möglich Wirkungsgrade von bis zu 90% zu erzielen. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Holz als CO2-neutraler Brennstoff gilt und so selbst bei der Verbrennung besonders umweltfreundlich ist. Der größte Vorteil ist jedoch, dass man kostensparend und effizient heizen kann. Dies gilt vor allem wenn man das Brennholz günstig beschaffen und lagern kann. Zudem lassen sich Holzheizungen in bestehenden Gebäuden
problemlos austauschen bzw. installieren.


Funktionsweise eines Holzvergaserkessels

Holzvergaserkessel

Das Herzstück eines Holzvergaserkessels bilden zwei Brennkammern, welche jeweils eine eigene Funktion besitzen. Bevor jedoch die Verbrennung beginnen kann muss Brennholz in der oberen Kammer eingestapelt werden. Ist dies geschehen und das Feuer entzündet beginnt die Verbrennung, des Holzes und es entsteht sogenanntes Holzgas. Die leichteren Anteile des entstehenden Gases werden mit dem Holz in dieser Kammer verbrannt und es entsteht Wärmeenergie.
Um auch die Energie der schwer verbrennenden Anteile des Gases nutzen zu können müssen diese durch ein Gebläse in die untere Brennkammer transportiert werden, wo ihnen die Wärmeenergie entzogen wird. Somit ist es möglich die ganze im Brennholz enthaltene Energie optimal zu nutzen und einen möglichst hohen Wirkungsgrad bei maximaler Umweltfreundlichkeit zu erzielen. Da diese großen Mengen an Wärme nicht immer benötigt werden ist es sinnvoll die ungenutzte Energie zu speichern, um sie für eine spätere Nutzung bereit zu stellen.
Die Speicherung erfolgt in einem sogenannten Pufferspeicher, welcher nicht direkt zum Holzvergaserkessel gehört. Jedoch bietet dieser Speicher den entscheidenden Vorteil, dass der Kessel immer im Vollastbereich betrieben werden kann und somit noch effektiver arbeitet. Außerdem lässt sich so bares Geld sparen, da weniger Holz eingesetzt werden muss und somit natürlich weniger Heizkosten anfallen.


Funktionsweise einer Pellet-Heizung

Pellets-Heizung

Um die Vorteile einer Holzheizung nutzen zu können ohne sich gleichzeitig mit Arbeiten wie Holz hacken und anfeuern des Kessels zu beschäftigen, bietet sich die Nutzung einer Pellet-Heizung an.
Zunächst werden die Holzpellets mit Hilfe einer automatischen Förderschnecke oder pneumatisch durch Schläuche der Brennkammer zugeführt. Um dabei das Lager vor Bränden zu schützen sind sogenannte Rückbrandsicherungen integriert, welche das Übergreifen der Flammen verhindern. Mit der durch die Verbrennung entstehenden Wärmeenergie wird das im Heizsystem befindliche Wasser erwärmt und kann so durch die Heizkörper bzw. Fußbodenheizung an die Räume abgegeben werden. Zudem kann mit der entstehenden Energie auch Trinkwasser erwärmt werden.
Die überschüssige Wärme sollte auch hier in einem Pufferspeicher gespeichert werden, um diese auch später noch nutzen zu können.
Ein Vorteil dieser Pellets ist, dass diese fast vollständig verbrennen und somit nur wenig Asche entsteht. Die Entsorgung kann sowohl per Hand als auch automatisch durch eine Entsorgungsschnecke erfolgen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass auch die Reinigung der Rauchgasabzüge automatisch erfolgen kann.
Der Bedienkomfort ist also vergleichbar mit dem einer Öl- oder Gasheizung und ganz nebenbei schont
eine Pellet-Heizung die Umwelt.


Bildquellen: http://www.buderus.de/sixcms/media.php/1821/thumbnails/4111_Schnitt_S151.tif.98731.jpg
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kontrollierte Wohnraumlüftung

Für ein hohes Maß an Wohnkomfort, Lufthygiene und Behaglichkeit sorgen Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung. Diese sorgen auch bei geschlossenen Fenstern für einen konstanten Luftaustausch und reduzieren somit erheblich die Schadstoff- und Geruchsbelastung.
Gerade bei modernisierten Häusern gilt, je besser das Haus und die Fenster isoliert sind, desto energiesparender ist es. Dies wirkt sich zwar positiv auf Energie- und Heizkosten aus, hat aber entscheidende Nachteile für die Luftqualität in den Wohnräumen.
Das Lüften von Räumen dient zum einen der Säuberung der Luft und zum anderen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Denn ist diese zu hoch wird das Wachstum von Schimmel, Milben und Bakterien begünstigt. Um dies zu verhindern hilft nur häufiges und regelmäßiges Lüften, natürlich auch in den Wintermonaten. Jedoch hat das Öffnen der Fenster einen entscheidenden Nachteil. Denn die Wärme kann so ungehindert entweichen und ca. 50% der Heizwärme werden ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Um diese Heizwärme zu erhalten sind Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung bestens geeignet. Sie sorgen für einen ständigen Luftaustausch und somit für ein angenehmes, gesundes und gebäudeschonendes Raumklima und sparen zudem noch bis zu 30% Heizenergie.

Funktionsweise

Luftströmungs-Schema Luftströmungs-Schema

Bei einer kontrollierten Wohnraumlüftung können alle Räume zentral be- und entlüftet werden. Wichtig ist hierbei, dass bei der Zusammenführung der Luftströme eine Wärmerückgewinnung stattfindet um keine Wärmeenergie ungenutzt an die Umwelt abzugeben.
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung funktioniert nach folgendem Prinzip. Es wird warme und feuchte Luft aus Nassräumen abgesaugt und frische Außenluft in die Wohn- bzw. Schlafräume eingeleitet. Durch die Wärmeübertragung von der Ab- auf die Frischluft ist eine Energierückführung von bis zu 91% möglich.
Um alle Räume optimal zu lüften müssen diese in Ablufträume, Überströmbereiche und Zulufträume unterteilt werden.
Den Abluftbereich bilden Räume in denen oft Gerüche oder Feuchtigkeit entstehen, wie zum Beispiel Bad, Dusche, WC oder die Küche. Deshalb muss die Luft kontinuierlich abgeführt werden. Als Zuluftbereiche werden Räume genutzt wo sich das tägliche Leben abspielt, wie zum Beispiel Schlaf-, Wohn- oder Arbeitszimmer. Damit die Luft zwischen Zu- und Abluftbereich zirkulieren kann ist es zudem notwendig sogenannte Überströmbereiche zu schaffen.
Auf diese Weise ist es möglich Schad- und Geruchsstoffe nach außen zu transportieren ohne, dass große Mengen Wärmeenergie verloren gehen. Zudem ist die Anlage durch die enthaltenen Luftfilter sehr gut für Allergiker geeignet, da Pollen und andere aggressive Reizstoffe aus der Luft gefiltert werden können.
Um die Zuluft, zum Beispiel im Winter, noch besser temperieren zu können ist es durch einen Zuheizer oder Wärmetauscher möglich diese nahezu auf Raumtemperatur vorzuwärmen.
Eine sinnvolle Ergänzung für den Sommer ist ein Erdwärmetauscher, welcher die Zuluft abkühlt und somit ein angenehmes Raumklima schafft. Anhand einer praktischen Bedieneinheit ist es jederzeit möglich die Lüftung individuell den Gegebenheiten oder den persönlichen Bedürfnissen anzupassen.


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